Fli4l
Mittlerweile besteht der Router aus einem IBM Personal Computer 750 (Pentium 133) und der Fli4l-Version 2.0.1, den ich allerdings nicht mehr einsetze, da ich mir mittlerweile einen Hardwarerouter (Draytek Vigor 2500 We) zugelegt habe.
Zuerst einmal: Was ist eigentlich Fli4l?
<Zitat>
fli4l ist ein Linux-basierender ISDN-, DSL- und Ethernet-Router, der lediglich 1 Diskette zum Arbeiten benötigt. Ein 486er mit 16MB RAM ist dafür vollkommen ausreichend.
Die notwendige Bootdiskette kann unter Unix, Linux oder Windows erstellt werden. Dabei sind keine Linux-Kenntnisse erforderlich, aber evtl. nützlich. Grundkenntnisse von Netzwerken, TCP/IP, DNS und Routing sollten jedoch vorhanden sein. Für eigene Erweiterungen/Entwicklungen, welche über die Standardkonfiguration hinausgehen, sind ein lauffähiges Linux-System und Unix/Linux-Kenntnisse notwendig.
Features:
- Erstellen der Boot-Diskette unter Unix, Linux und Windows
- Unterstützung von IP-Masquerading und Port-Forwarding
- Least-Cost-Routing: automatische Auswahl des Providers, je nach Uhrzeit
- Anzeige/Berechnung/Protokollierung von Verbindungszeiten und -kosten
- Windows/Unix/Linux-Client imonc mit Schnittstelle zu imond und telmond
- Upload von neuen Konfigurationsdateien über Windows-Client imonc
- Bootdiskette mit vfat-Dateisystem zum dauerhaften Speichern von Dateien
- Unterstützung von 1680KB-Disketten
- Paketfilter: Logging bei Zugriff von außen auf gesperrte Ports
- Einheitliche Abbildung von WAN-Schnittstellen auf sogenannte Circuits
- Betrieb/Routing von ISDN- und DSL-Circuits parallel möglich
Router:
- Linux-Kernel 2.2.19
- IP-Masquerading inkl. Paketfilter
- DNS-Server, damit nicht jede Anfrage von Windows-PCs in's WAN geht
- Netzwerkfähiger imond-Server mit Monitor-/und LCR-Steuerfunktionen
- Netzwerkfähiger telmond-Server zur Ausgabe von eingehenden Telefonanrufen
Ethernet-Support:
- Aktuelle Netzwerkkartentreiber: Unterstützung von über 40 Kartenfamilien
DSL-Support:
- Roaring Penguin PPPoE-Treiber, mit Dial-on-Demand (abschaltbar)
- PPTP für DSL-Anbindungen in Österreich (EXPRIMENTAL)
ISDN:
- Aktuelle HiSaX-Treiber: Unterstützung von 37 ISDN-Kartentypen
- Mehrere ISDN-Verbindungsmöglichkeiten: in/out/callback, raw-ip/ppp
- Kanalbündelung: automatische Bandbreitenanpassung oder manuelle Zuschaltung des 2. Kanals über Windows-/Unix-Client
- optionales IPX-Routing
Optionale Programmpakete:
- DNS-Server
- DHCP-Server
- SSH-Login
- Telnet- und/oder FTP-Dienst
- Einfache Online-/Offline-Anzeige über LED
- LCD-Anzeige-Programm mit konfigurierbarem Ausgabeformat
- Serielle Console als Option (HOWTO auf www.fli4l.de)
- Mini-Web-Server für DSL-Monitoring
- IPSEC-Module ipsec und pptp
- Zugangserlaubnis für bestimmte konfigurierte Netzwerke von außen
- PCMCIA-Support (EXPERIMENTAL)
- Protokollierung von Systemmeldungen: syslogd und klogd
- Konfiguration von ISA-PNP-Karten: isapnp tools
- Zusätzliche Werkzeuge zum Debugging
- Konfiguration der seriellen Schnittstelle
- Notfallsystem zur Fernwartung über ISDN
- LCD-Display als Monitor: Anzeige von Verbindungen und Übertragungsraten
- PPP-Server/Router über serielle Schnittstelle
- ISDN-Modem-Emulator über serielle Schnittstelle
- Druckerserver (Samba) über SMB- und lpr/lpd-Protokoll
- Zugriff auf Time-Server zur Synchronisierung der Uhrzeit im Netz
- Ausführen von Kommandos/Prozeduren bei Telefonanruf (z.B. Internet-Einwahl)
- Unterstützung von IP-Aliasing (mehrere IPs auf einer Netzwerkkarte)
Hardwarevoraussetzungen:
- ISDN: 386er CPU ab 25 MHz, besser 486er ab 33 MHz
- DSL: 486er CPU ab DX2/66, besser 486er DX4/100 oder Pentium ab 75 MHz
- 12 MB Speicher, besser 16 MB
- Ehernet-Netzwerkkarte (Unterstützung von 40 verschiedenen Typen-Familien)
- ISDN: HiSax unterstützte ISDN-Karte (Typ 1-37) oder AVM-B1 ISA/PCI
- Keine Laufwerke ausser Diskettenlaufwerk
- 1 Boot-Diskette, alles notwendige drauf
</Zitat> Hinweis: Der in den Zitat-Tags eingeschlossene Text stammt nicht von mir, sondern ist der Fli4l-Homepage entnommen!
Nun etwas zu meiner Router-Konfiguration. Als Hardware setze ich einen IBM Personal Computer 750 mit einem Pentium 133 und 48 MB Arbeitsspeicher ein. Den Prozessor habe ich auf 100 MHz heruntergetaktet. Dadurch konnte ich mir den vorderen Gehäuselüfter einsparen. Der Prozessor besitzt also nur einen passiven Kühlkörper, was die Lautstärke deutlich verringert. Als Netzwerkkarte für die WAN-Verbindung (DSL-Modem) kommt eine NE2000-kompatible Karte (10MBit) von Realtek zum Einsatz. Für die LAN-Verbindung verwende ich eine 100 MBit-Karte Noname mit SiS 900-Chip. Weiterhin befindet sich eine Sedlbauer Speedcard für eine mögliche ISDN-Verbindung in dem Router. Mittlerweile habe auch ich auch wieder eine Festplatte (6 GB Seagate) in den Router eingebaut (ist nicht unbedingt nötig), da ich den Router auch als kleinen Fileserver verwende und ich so auch mehrere OPT-Pakete installieren kann, ohne auf den Speicherplatz der Diskette Rücksicht nehmen zu müssen. Da ich an dem Router weder Tastatur noch Bildschirm angeschlossen habe, baute ich ich ein kleines LCD-Display (4x20 Zeichen ohne Hintergrundbeleuchtung, Conrad Electronic Best.-Nr. 187267-62) ein, um Statusinformationen anzeigen zu können. Zusätzlich zu dem Display habe ich auf Basis des OPT_CPanel von Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst. 4 Taster in den Router eingebaut, um den Router auf Tastendruck Herunterfahren oder Neustarten zu können. Damit sich der Router nach dem Herunterfahren auch automatisch abschaltet, habe ich noch das PowerOff-Addon von Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Du musst JavaScript aktivieren, damit Du sie sehen kannst. verwendet. Folgende Fli4l-Software-Pakete habe ich installiert:
| fli4l-2.0.1 | BASIS, erforderlich! |
| dsl | DSL-Router (PPPoE, PPTP) |
| isdn | ISDN-Router Als Ausweichmöglichkeit bei Nichtverfügbarkeit von DSL und zur Nutzung des Telmond (Anzeige des Anrufer-Telefonnummer bzw. des Names mit dem Imon-Client) |
| dhcp | DHCP-Server Zuteilung der IP-Adressen für die Client's per DHCP -> Einfache Konfiguration der Client. Alle ständigen Clients bekommen fest eine IP anhand der MAC-Adresse zugeteilt (Leasetime 2 Tage) |
| hd | Installation auf Festplatte |
| inet | Telnet/FTP/SSH-Server Telnet/SSH zur Administration des Router's, da ich keinen Bildschirm und keine Tastatur angeschlossen habe. |
| lcd | LCD-Treiber-Software + Statusanzeige |
| proxy | HTTP-Proxy Zur Zeit nicht genutzt. |
| time | Time-Server/Client Aktualisierung der Systemuhr des Routers über einen Timeserver (T-Online) und aktualisierung der Systemzeit der Client's durch den Imon-Client vom Router. |
| tools | Diverse Linux-Programme als Tools Nutzung des Editors E3 und einiger anderer Tools. |
| samba_lpd | Samba als Drucker-/File-Server |
| opt_cpanel | Routersteuerung über Taster |
| opt_comfort | Komfortfunktionen für die Konsole Befehlshistorie etc. |
| opt_dyndns | Verwendung diverser dyn. DNS-Anbieter |
| PowerOff-Addon | Abschalten des Routers nach dem Herunterfahren |


